Im Bürger-Fokus: Verkehrsführung, Kumpfmühle und Windkraft
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Die fünf Starken
Ebersberg, 28.11.2011 12:00 |
 So präsentierte Bürgermeister Walter Brilmayer die Stadtsaal-Planung. Ebersberg - Mit rund 200 Besuchern war die Ebersberger Bürgerversammlung gut besucht. Trotz reger und kontrovers zur Situation gestellter Bürgerfragen gab es keinen Bürger-Antrag. Und so war es eine Frage und Antwort-Stunde zum neuen Ebersberger Verkehrskonzept und Verkehrssituation, dem Bahnhofsbereich, der Situation im Weiler Kumpfmühle und Windkraftanlagen.
Zuvor hatte Bürgermeister Walter Brilmayer ausgiebig die Pläne zum neuen Stadtsaal und dem neuen Einkaufszentrum vorgestellt.Obwohl rund ein Jahr im Amt konnte Bürgermeister Walter Brilmayer seinen Geschäftsleiter Erik Ipsen erstmals bei der Bürgerversammlung den Ebersbergern vorstellen. Vorgestellt wurden auch die Stadträte die am Podium Platz nahmen, wo in anderen Kommunen bei der Bürgerversammlung die Amtleiter des Rathauses sitzen.
Knapp betrachtete Brilmayer die Finanzsituation der Stadt, die Steuern seien mehr als erwartet gekommen, dabei hat Ebersberg auch rund 13 Mio. Euro Schulden, denen knapp 3 Mio. Euro Rücklagen gegen überstehen. Rund 10 Mio. Euro sind so genannte rentierliche Schulden, die von den Bürgern mit Gebühren und Beiträgen wie beispielsweise zur Wasserversorgung zu zahlen sind.
Ausführlich erörterte Brilmayer die Pläne zum Stadtsaal mit Bühne, die nun von der Rampe am Haus anzufahren ist. Nicht minder ausführlich zeigte der Rathauschef Pläne für das Einkaufszentrum, das ganz im Trend der Zeit so wie in Poing und Baldham in der Ortmitte entsteht. „Das Herz unserer Stadt bleibt der Marktplatz“, verspricht Walter Brilmayer.
Trotz vieler Fragen und Anregungen für Änderungen nutzte keiner der Eberberger Bürgerinnen und Bürger das Recht, in der Bürgerversammlung einen Antrag zu stellen. Wäre der Antrag von der Bürgerversammlung mehrheitlich angenommen worden, hätte der Stadtrat in innerhalb der nächsten drei Monaten über den Antrag der Bürgerversammlung beraten und beschließen müssen.
Lange Zeit war Ebersbergs Verkehrssituation durch einen Einbahnstraßenring geprägt. Mit der Eröffnung der Ortsumfahrung wurde auch „das Konzept der kurzen Wege“ eröffnet und auf vielen innerörtlichen Straßen wieder Gegenverkehr zugelassen, eine Situation mit der nicht alle zufrieden sind.
So hat unter anderen Babara Otter die „alte Einbahnstraßenregelung gut gefallen“. Ihrer Meinung nach sei auch die Situation am Rathaus derzeit gefährlich, dagegen hielt Brilmayer, dass hierfür primär bis etwa März 2012 Baustellenstellenverkehr als Verursacher zu sehen ist.
Auch die gekappte, direkte Verkehrsverbindung Ebersberg–Grafing stand in der Kritik, ziehe es doch den Pendlern jährlich 200 Euro aus der Tasche, weil diese jetzt rund zwei Kilometer km weiter fahren müssten, monierte ein Bürger.
Andreas Mitterer sah mit der Fertigstellung des neuen Einkaufszentrums mehr Verkehr auf die Innenstadt zu kommen, was Brilmayer verneinte, da ausreichend Parkplätze am Einkaufszentrum vorhanden sind.
Ohnehin ist das Ebersaberger Verkehrskonzept nicht vollständig, da man zum Bereich „Amtsgerichtskreuzung“ noch Änderungen debattiert.
Einen ganzen Katalog an Anregungen zum Weiler Kumpfmühle an der B304 hatte Corinna Schött parat. Insbesondere sind lag ihr die Schulbussituation am Herzen. In Kumpfmühle gibt es ein Buswartehäuschen, aber da hält der Schulbus nicht. Der halte im Nachbarweiler Langwied, wo kein Buswartehäuschen sei. Zudem seien die beiden Weiler durch die B 304 getrennt. Auch fehlten in Kumpfmühle Straßenschild und –beleuchtung. Tüten für die Hinterlassenschaften der Vierbeiner – von denen die Stadt 150.000 p.a. ausgebe – sind in Kumpfmühle nicht zu haben. Ernste Gesichter bei Brilmayer und Stadtrat ließen darauf schließen, dass man hier wohl einen Ortstermin machen muss.
Da im Stadtgebiet Ebersberg Hunde an der Leine zuführen sind, schlug Franz Filzer vor eine „Freifläche für Hunde anzulegen“. Brilmayer verwies auf den Hundesportverein, der über solche Flächen verfüge.
Markus Hülser fragte, „wie lange dauern die Bauarbeiten am Bahnhof noch?“ Wie in vielen anderen Kommunen ist auch Ebersberg nicht Herr des Verfahrens und sind die Aussagen der Bahn zu Terminen oftmals nicht zu treffend. Eberberg hat seinen Teil den Vorplatz und den Parkplatz soweit erledigt. Der Bahnsteig soll seitens der Bahn im kommenden Jahr fertigt werden.
Richard Wochermaier monierte, dass bei den Neubauten in der Abt Häfelestraße „wieder kein Bürgersteig gebaut“ werde. Die Pflastersteine beim Reichlhof „glatt geschliffen werden müssen“. Der Bürgersteig nicht Rollatoren gerecht ist. Zu der von Wochermaier monierten Verkehrssituation zwischen Gsprait und der Unterführung antwortete Brilmayer, dass dies nicht mehr auf Ebersberger Flur und in der Verantwortung der Stadt liege.
Auch Ebersberg beteilige sich an der Windenergiedebatte, ohne derzeit eines zu planen, versicherte Brilmayer einer Bürgerin. Zügig werde man sich auf mögliche Standorte einigen und sie ausweisen. Auch auf Fledermausbestände wie die „Bechstein-Fledermaus“ werde man Rücksicht nehmen. a.r. |
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