Bürger können mitreden
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Die fünf Starken
Wörth/Hörlkofen, 25.05.2011 12:00 |
 Planer Professor Johann Ebert (li.) und Bürgermeister Rudolf Borgo (re.) im Gespräch mit Bürgern. Foto: sq Wörth – Der von der Gemeinde Wörth erstellte Rahmenplan für die Gestaltung der Ortsmitte einschließlich Ortsdurchfahrt sowie eventueller zukünftiger Siedlungsentwicklung ist im Rahmen einer Podiumsdiskussion in der Wörther Schule vorgestellt worden. Die Bürger hatten die Gelegenheit, eigene Wünsche und Vorstellungen einzubringen und machten davon rege Gebrauch.
Um in den Genuss von Zuschüssen zu kommen und die durch den Kreis geplante Sanierung der ED 4 (Hörlkofener Straße) nach eigenen Wünschen durchführen zu lassen, hat die Gemeinde Wörth ein Plangutachten erstellen lassen.
Vier Städteplanungsbüros wurden dazu eingeladen, und ein Preisgericht wählte das Konzept aus, das den Vorstellungen am ehesten entsprach. Der aus der „Bürgerwerkstatt“ hervorgegangene Arbeitskreis „Verkehr“ hatte nämlich unter dem Motto: „Wohnqualität und Sicherheit“ ganz bestimmte Zielvorstellungen erarbeitet.
Das Konzept des Planungsbüros „Zwischenräume“ wurde den Bürgern von Preisgericht-Mitglied Professor Johann Ebert, einem Städteplaner aus München; vorgestellt. Bürgermeister Rudolf Borgo erklärte den vielen Besuchern der öffentlichen Diskussion zuvor, dass es sich dabei nur um eine „Zielsetzung, eine Zukunftsplanung für Wörth“ handele.
Borgo las auch eine E-mail des Grundbesitzers Franz Huber vor, in der dieser betonte, dass seine in der Ortsmitte liegenden Grünflächen nicht zur Verfügung stünden. Gerade diese Flächen wollten die Planer als „Grünanger“ erhalten, weswegen unter anderem die Frage gestellt wurde, ob die Planung überhaupt sinnvoll sei. Weitere Redebeiträge betrafen vor allem die Verkehrs- und Parkplatzplanung.
Die zur Zeit sehr gerade Führung der ED 4 durch den Ort verleitet viele zum Rasen. Bei einer Sanierung durch den Kreis hätten die Anlieger Gebühren für den Gehsteig zahlen müssen. Sie forderten deswegen, dass der Verlauf verändert und sicherer gemacht werde. In dem Planentwurf war dies auch berücksichtigt. Die Redner machten aber keinen Hehl daraus, dass das Straßenbauamt hier ein gewichtiges Wörtchen mitzureden habe.
In Sachen Dorfmitte war ein Platz am heutigen Containerplatz geplant, der einen freien Blick auf die Kirche gewährleistet und auf dem auch der gewünschte Dorfladen stehen soll. Auch eine spätere mögliche Wohnbebauung war eingezeichnet.
„Uns ist klar“, so 2. Bürgermeister Franz Bartl, dass wir nur etwas realisieren können, wenn die Grundbesitzer mitziehen. Es liegt an jedem Einzelnen, ob er mitmacht oder nicht. Aber wir brauchten die Planung, weil die Kreisstraße sonst so saniert worden wäre, wie sie jetzt ist.“
Judith Praxenthaler vom Planungsverband „Äußerer Wirtschaftsraum München“ übernahm die Moderation im Plenum und forderte auch dazu auf, dass die Besucher ihre Anregungen schriftlich auf den vorgesehenen Meinungstafeln fixierten. Sie wird die entsprechenden Ergebnisse jetzt aufbereiten. sq |
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